Gastbeitrag: Affirmationen zur Mindsetmodifikation-Johann Kucharczyk-Gentsch

Mein Name ist Johann Kucharczyk-Gentsch ich bin 36 Jahre jung und in erster Linie Autodidakt, Künstler, Visionär, Inspirator, Ehemann und Vater.

Erfolg bedeutet für mich die Schaffung von echtem Mehrwert für alle Beteiligten oder wie es Steve Jobs sagen würde, das Hinterlassen einer positiven Delle im Universum.

Seit nun über 17 Jahren praktiziere ich die asiatischen Kampf- und Bewegungskünste Wing Tsun und Escrima und unterrichte diese seit ca. 12 Jahren. Mit ca. 18 Jahren begann ich mit dem Studium der Kampfkunst aus einer tiefen persönlichen Lebenskriese heraus wobei mich die damit verflochtene Philosophie am meisten beeindruckt und beeinflusst hat. Denn darin fand ich für mich persönlich den Weg mit meinen Gedanken und den daraus resultierenden Emotionen umzugehen und damit die Ursachen meiner Handlungen sowie die damit verbundenen Ergebnisse zu verändern. Auch wenn ich damals den Umfang und die Wellen, die das ganze in meinem Leben noch schlagen sollte nicht erfassen konnte bekam ich einen ersten Einblick in das tiefe Potenzial unseres Geistes. Diesen konnte ich bei meiner langjährigen Arbeit mit den verschiedensten Menschen noch weiter vertiefen.

Schon damals machte ich unbewusst interessante Erfahrungen mit dem Thema um welches es in diesem Beitrag hauptsächlich gehen soll, den Affirmationen. Der Begriff Affirmation kommt vom Lateinischen affrmatiō und bedeutet so viel wie „Versicherung, Beteuerung“. Im Duden finden wir dazu die Bedeutung „Bejahung, Versicherung“. Das Gegenteil davon ist die Negation. In der Psychologie werden Affirmationen unter anderem auch als Technik in verschiednen Therapieansätzen verwendet. Wenn wir also von Affirmationen im Zusammenhang mit der Modifikation unseres Mindset respektive unserer Denkweise oder auch inneren Einstellung sprechen, geht es um den Akt bejahende Worte zu nutzen um Gedanken zu generieren, welche dann als neue Muster in das unterbewusste Denken eingeprägt werden sollen.

Mit anderen Worten ist unser Ziel den unterbewussten Teil unseres Geistes bewusst umzuprogrammieren um damit die 95% – 98% unserer Lebenserfahrung, die auf dem gründen, bewusst zu verändern. Soweit so gut.

Es gibt jedoch einen wesentlichen Faktor, der über Erfolg und Misserfolg der affirmativen Technik entscheidet. Denn es reicht leider nicht aus sich z.B. einige positive Glaubenssätze aufzuschreiben und diese immer wieder zu lesen und zu wiederholen bis der Arzt kommt. Den wirklich gravierenden Unterschied macht hierbei das Gefühl der Überzeugung oder wenn man so möchte der Glauben hinter dem Gesagten. Wir müssen wirklich fühlen was wir uns einprägen wollen. Das Gefühl, die Überzeugung ist die Energie, welche unseren Worten den nötigen Nachdruck verleiht um diese in unser unterbewusstes zu transportieren und dort wirklich zu verankern.

Wie aber können wir dies bewerkstelligen? Meiner Erfahrung nach ist, was ich gerne als Ritualisierung bezeichnen möchte, ein wichtiger Faktor. Wir erschaffen etwas besonders, einen Ritus, eine Zeremonie. Dies hilft uns mit einem geschärften Fokus, mit gesteigerter Aufmerksamkeit, uns dieser Tätigkeit zu widmen und eventuelle Ablenkungen auszublenden. Das ist daher wichtig, da wir Fremdsuggestionen möglichst vermeiden wollen. Zudem je besonderer und wichtiger etwas für uns ist desto besser wird es unter anderem in unserem Gedächtnis verankert.

Wir erschaffen uns also z.B. eine Art Mantra welches wir uns gebetsartig immer wieder vorsagen und dies möglichst mit starker Überzeugung. Wir müssen es wirklich fühlen. Dazu fügen wir dem Ritual einen meditativen Charakter hinzu z.B. durch die bewusste Einnahme einer speziellen Körperhaltung in Verbindung mit einer bewussten Atemtechnik um die Aufmerksamkeit nun auf unsere Körperwahrnehmung zu richten und damit das pausenlose Geplapper in unserem Kopf zu beruhigen.

Von der Neurowissenschaftlichen Seite aus betrachtet begeben wir uns in einen bestimmen Frequenzbereich der Gehirnwellen. In bestimmten Bereichen ist das Unterbewusste empfänglicher für Suggestionen und unser Ziel ist es ja, alte uns nicht mehr dienliche Muster durch neue uns möglichst dienliche zu ersetzen. Zudem spielt auch unser körperliches befinden eine maßgebliche Rolle. Dies hängt nicht zuletzt mit der Biochemie unseres Körpers zusammen. Das Gehirn ist eine biologische Chemiefabrik, die vereinfacht ausgedrückt der Qualität unserer Gedanken entsprechende Biochemische Stoffe produziert und mit diesen unseren Körper überflutet und auf diese reagieren unsere Körperzellen. So entstehen z.B. die körperlichen Empfindungen von Emotionen.

Unsere Körperzellen stellen sich auch mit der Zeit auf die vorherrschende Biochemische Zusammensetzung im Körper ein und reagieren auf plötzliche Veränderungen ihres Milieus mit Signalen an das Gehirn um die Bildung der bekannten Zusammensetzung aus Botenstoffen, Hormonen etc. zu stimulieren. Dies ist unter anderem die physiologische Funktionsweise des innere Schweinehundes und der Komfortzone.

Als dritter Faktor ist die Kontinuität sehr wichtig. Da diese alten Strukturen durch mitunter Jahrzehnte lange Praxis sehr tief bis in die Körperzellen verankert sind ist eine fundamentale Veränderung ihrer ebenfalls nicht über Nacht vollzogen. Zwar gibt es auch das Phänomen, dass unter gewissem Umständen alte Strukturen relativ plötzlich zusammenbrechen können jedoch besteht weiterhin die Gefahr, dass diese reaktiviert werden können. Daher ist eine kontinuierliche Praxis der neuen Programme unerlässlich um eine dauerhafte Wandlung zu etablieren.

Der Prozess zusammengefasst:

1. Formuliere ein deine Affirmationen (Mantra)

2. Gestalte ein kleines meditatives Ritual, welches dein Gefühl von besonderer Wichtigkeit stimuliert.

3. Praktiziere es täglich mit voller Überzeugung und am besten zur gleichen Zeit in geschützter Umgebung, so dass du ungestört bist.

4. Bleibe kontinuierlich dran und dokumentiere ggf. deine Eindrücke und Erkenntnisse.

5. Falls Du es noch nicht tust baue auch Täglich eine körperliche Komponente ein, z.B. Fittnestraining, Yoga oder ähnliches. Wenn wir den Körper in den Prozess mit einbeziehen verstärken wir diesen massiv.

Höre dir den Beitrag auch unterwegs über Mixcloud an:

https://www.mixcloud.com/johann-kucharczyk-gentsch/gastbeitrag-%C3%BCber-affirmationen/

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2 Gedanken zu “Gastbeitrag: Affirmationen zur Mindsetmodifikation-Johann Kucharczyk-Gentsch

  1. Informativer und interessanter Beitrag 👍🏻
    Aus der Sicht der Persönlichkeitsentwicklung spielen die inneren Glaubenssätze hier auch eine wichtige Rolle. Sie können mitunter die Ursache sein, warum wir trotz zahlreicher Anstrengungen keine dauerhaften Veränderungen erreichen und immer wieder zu alten Mustern zurückfallen. Das Erarbeiten des Ursprungs, der tieferliegenden Emotionen hinter solchen Mustern kann uns helfen, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und bewusst eine alternative Handlung zu erarbeiten. Eine dauerhafte Veränderung wird sich im Anschluss daran fast wie von selbst einstellen. Der innere Knoten löst sich.

    LG
    Ewa

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